CDU Gemeindeverband Hilzingen

Polizeistrukturreform verdrängt Frauen aus Führungspositionen

"Anscheinend hat die grün-rote Landesregierung ihr Versprechen, Frauen im Berufsleben fördern zu wollen, völlig verdrängt.
Das zeigt sich nun deutlich an den bekanntgegebenen Projektverantwortlichen, die den organisatorischen Aufbau der künftigen Polizeipräsidien begleiten sollen. Für die 12 Regional- und drei Fachpräsidien wurden als Projektverantwortliche ausschließlich Männer benannt. Dass diese benannten Personen im Anschluss der Neuorganisation auch als Präsident die Präsidien leiten werden, ist anzunehmen", sagte die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Sonntag (1. April) in Stuttgart.
Wie sich solch eine Fehlplanung mit einer Politik zugunsten der Frauen in Führungspositionen vereinen lassen solle, müsse uns Grün/Rot erst noch erklären. Von Chancengleichheit könne hier keine Rede sein. Bislang würden zwei Präsidien von Frauen geleitet. "Die Polizeipräsidentinnen der Präsidien Karlsruhe und Mannheim tauchen im neuen Personaltableau aber nicht mehr auf und das obwohl diese Präsidien nicht der Reformwut von Grün/Rot zum Opfer fallen. Das also kommt dabei raus, wenn es mit der Frauenförderung bei der Landesregierung konkret wird", so Thomas Blenke.

"Es wird schwierig für die Frauen, in einem künftigen Personalauswahlverfahren noch zum Zuge zu kommen. Das Innenministerium hat mit der Benennung der Projektverantwortlichen faktisch das Stellenbesetzungsverfahren vorweggenommen. Es kann nicht sein, dass die Frauen in diesem Verfahren völlig untergehen. Nicht nur das diese Polizeistrukturreform zu Lasten der Sicherheit für die Menschen im Land geht, sie geht auch auf Kosten der Frauen in Führungspositionen. Diese Fehlplanung des Innenministers geht genau in die falsche Richtung und befördert die Polizeiführung wieder in eine männerdominierte Steinzeit", so Gurr-Hirsch.

Innenminister Gall müsse seine Personalentscheidung begründen und darlegen warum keine Frau in eine leitende Position berufen werde. "Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung den Schein erweckt, sich für eine Chancengleichheit der Frauen einzusetzen und die Benachteiligung der Frauen auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit anprangert, bei der Umsetzung allerdings genau das Gegenteil macht", betonte Gurr-Hirsch.